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Februar 2021



Unterstützungsunterschrift für den Wahlantritt der DKP

Damit die DKP bei der Bundestagswahl 2021 mit einer Landesliste kandidieren darf, benötigen wir Unterstützungsunterschriften. Mit Ihrer Unterschrift ermöglichen Sie die Kandidatur, unabhängig von Ihrer endgültigen Wahlentscheidung. Sie müssen wahlberechtigt sein, also im betreffenden Bundesland mit erstem Wohnsitz gemeldet sein und volljährig.

Schritt 1
Formular herunterladen und beidseitig ausdrucken oder per E-Mail oder telefonisch (Kontakt) beiDKP Wuppertal die gewünschte Anzahl an Formularen bestellen. Gerne schicken wir Ihnen genügend Formulare für den Bekanntenkreis zu.

Schritt 2
Name, Anschrift und Geburtsdatum in Druckbuchstaben eintragen, anschließend unterschreiben. Der untere Teil bleibt unausgefüllt.

Schritt 3
Die ausgefüllten Formulare am liebsten ganz schnell aber spätestens bis zum 30.06.2021 bei der nächsten DKP-Ortsgruppe einreichen oder per Post an die DKP ihres Bundeslands schicken (Postadressen finden Sie hier) Wir bedanken uns!

zum Formular für die Unterstützungsunterschrift (PDF)



100 Tage Uwe Schneidewind

Nach bürgerlicher Auffassung sollte man ja jedem neuen Amtsträger eine Frist von 100 Tagen im Amt einräumen, in denen er sich bewähren kann (- oder auch nicht). Man kann auch sagen, dass der neue Oberbürgermeister keinen guten Start hatte, denn seine Personalie war ein (fauler) Kompromiss zwischen den neuen (Kern-) Bündnispartnern CDU und Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat.

Denn eigentlich hätte es eines kompetenteren Personalvorschlages bedurft, um in diesem Dschungel aus Verwaltungskungelei und Machtspielchen der bürgerlichen Parlamentarier klare Positionen zu beziehen und Kompetenz zu zeigen. Aber selbst die CDU hat diese „Kröte“ geschluckt, weil sie keinen eigenen Vorschlag präsentieren konnte.

Doch was will man von einem Professor und Wissenschaftler verlangen, der bisher keine Erfahrungen in der politischen Landschaft gemacht hat – außer, dass er Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen ist. Doch das alleine hätte sicherlich nicht gereicht, um in der Stichwahl den Amtsinhaber Andreas Mucke von der SPD zu schlagen.

Wie konnte Schneidewind die OB-Wahl gewinnen?

Man muss noch einmal daran erinnern, dass der Vorgänger Mucke (SPD) nur deshalb rund 4 % weniger Stimmen erhalten hat, weil die Wahlbeteiligung vor allem im Wuppertaler Osten (Wichlinghausen, Oberbarmen und Langerfeld) so niedrig lag, wo traditionell die SPD die stärkste Anhängerschaft hatte. Doch die konnte ihre eigene Stammwählerschaft nicht genügend mobilisieren und war sich auch nicht einig darin, Mucke noch einmal für 5 Jahre einmütig ihr Vertrauen auszusprechen.

Schneidewind hat die OB-Wahl vor allem im Westen Wuppertals gewonnen! Das Bemerkenswerte daran ist, dass er das als „grüner“ Kandidat geschafft hat, ohne verbindliche Äußerungen über die Schwerpunkte seiner Arbeit abzugeben. Er wolle sich zunächst „der internen Struktur der Stadtverwaltung“ widmen. Zu kniffligen Themen wich er meist mit Allgemeinplätzen aus und dem diffusen Versprechen, dass man sich darüber noch einmal zusammensetzen müsse.

1.Erfolg: Ruhegehalt gesichert!

Und deshalb ist er bisher - auch im Kampf gegen die Pandemie - so gut wie nicht auffällig geworden.
Bis auf eines: Zur 1. regulären Sitzung des Stadtrates am 7.12.2020 lag dem Gremium eine Vorlage der Verwaltung vor, nach der gleich nach der Wahl schon das Ruhegehalt von Schneidewind beschlossen werden sollte, das ein Wahlbeamter lt. Beamtenrecht nach dieser Wahlperiode von 5 Jahren schon in Anspruch nehmen und in Rente gehen kann.

. Die Fraktion Die Linke hat dieser Vorlage nicht zugestimmt, weil für sie nicht nachvollziehbar sei,
„… dass für Beamtinnen und Beamte auf Zeit ganz andere gesetzliche Regeln gelten, als für normale Arbeitnehmer*innen.“ Erinnert werden sollte in diesem Zusammenhang auch daran, dass „normale“ Neurentner zur Zeit nach 45 Versicherungsjahren nur ca. 46 % ihrer bisherigen Bezüge erhalten.

2. „Zukunftsprogramm“: nichts Konkretes…

Schneidewinds nun vor einigen Tagen vorgestelltes „Zukunftsprogramm“ unter dem Titel “#Fokus Wuppertal“ sollte daher wohl auch eher als eine Art Befreiungsschlag dienen, um der zunehmenden Kritik an seiner Arbeit entgegenzutreten.
Doch außer allgemeiner „Blasen“ von einer konstruktiv und transparent arbeitenden Verwaltung, von der Weiterentwicklung der Digitalisierung, der Begeisterung von Investoren für Wuppertal und der Kraft engagierter Bürger*innen lässt das Programm keinen Fokus auf Wuppertal erkennen, bleibt in entscheidenden Fragen weiterhin eher allgemein und unkonkret. Mit welchen Maßnahmen will er z.B. wirtschaftlichen Aufbruch in Wuppertal und gutes Leben mit einer Klimastrategie verknüpfen? Und zur Bekämpfung der real wachsenden Armut in Wuppertal gibt es in diesem „Programm“ keine einzige Aussage!

Fazit nach gut 100 Tagen OB Schneidewind:

Schneidewind hat zwar bisher keine nennenswerten Leistungen für Wuppertal erbracht. Aber er hat dank der bürgerlichen Mehrheit im Stadtrat seine Rente schon einmal gesichert. Ist das etwa nichts?

Da muss man sich schon mal die Frage stellen, ob das die „neue grüne“ Politik ist, wenn man um jeden Preis an die Fleischtöpfe der Macht gelangen will und dafür ehemalige Grundprinzipien bedenkenlos über Bord wirft? Denn wir haben ja auch schon bei anderen grünen Spitzenpolitikern wie z.B. Winfried Kretschmann und Boris Palmer erfahren, wie schnell diese manchmal bereit sind, aus Gründen des Opportunismus vom Saulus zum Paulus zu werden. Für die Mehrheit der Menschen in Wuppertal wäre es jedenfalls wünschenswert, dass der neue OB endlich klare Kante zeigt und unter Beweis stellt, dass er eine bessere Wahl war als sein Vorgänger.

J.K.


August 2020



Forderungen der DKP Wuppertal zur Kommunalwahl 2020

In den letzten Monaten hat die DKP Wuppertal ihre Forderungen zur Kommunalwahl am
20.09.2020 aufgestellt.

Forderungen der DKP Wuppertal als PDF

Juli 2020

Pressemitteilung Engels Bündnis Wuppertal

Friedrich Engels kann man nur ehren, ohne sein Werk umzudeuten!

In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag des in Barmen geborenen Revolutionärs zum 200. Mal. Die Wuppertaler Stadtspitze sowie das Land NRW machen aus diesem Jubiläum ein möglichst unpolitisches Touristen-Event, in dem Friedrich Engels auf einen "Sozialwissenschaftler und Philosophen" reduziert und seine Ideen entweder als überholt abgestempelt oder mutwillig umgedeutet werden.

Friedrich Engels aber gehört nicht den bürgerlichen Eliten, gegen deren Denkweise und Handeln er zeitlebens erbittert kämpfte. Er kehrte der Unternehmerklasse, in die er durch seinen Vater reingeboren wurde, den Rücken und widmete sein Leben dem Kampf der ArbeiterInn en gegen die kapitalistische Gesellschaft. Dass er nicht nur ein „Denker“, sondern auch ein Revolutionär war, können wir allein an seiner Führungsrolle beim Elberfelder Aufstand in Wuppertal während der Revolution 1848/49 bezeugen.

Die Bedeutung seines Werkes erfasst die ganze Welt - das haben Stadtspitze und Landesregierung richtig erkannt. Doch sein Andenken kann nicht denen überlassen werden, die die Geschichte verzerren und kein aufrichtiges Interesse haben, das Werk von Friedrich Engels „neutral“ darz ustellen.

Aus diesem Grund lädt das Engels Bündnis wie jedes Jahr im August zur Gedenkdemonstration für den wohl einflussreichsten Wuppertaler ein. Mit etwa 500 erwarteten TeilnehmerInnen soll es ab 13 Uhr einen Demonstrationszug vom Hauptbahnhof in Elberfeld bis zum Engelsgarten in Barmen geben. Der Slogan der Demonstration lautet auch dieses Jahr wieder

„Die Welt bebt - Friedrich Engels lebt!“.

Im Auftrag des Koordinierungstreffens des Engels - Bündnisses
gez. Sinan Demir

Wer ist das Engels Bündnis? Das Engels - Bündnis ist ein Bündnis verschiedener linker Organisationen, Verbände und Parteien, vorwiegend aus Wuppertal, die mit gemeinsamen und eigenständigen Aktivitäten über das Werk und Wirken von Friedrich Engels aufklären und sich kla r zu dem von ihm maßgeblich mitentwickelten wissenschaftlichen Sozialismus bekennen. Die in Wuppertal jährlich im August stattfindende Friedri ch - Engels - Gedenkdemonstration ist ein Projekt des Engels - Bündnisses.




Mai 2020



WupperReport - die Zeitung der DKP Wuppertal, Ausgabe 2 / 2020
mit zusätzlicher Online-Ausgabe



Inhalt dieser Ausgabe:

in der Print-Ausgabe u. Online

  • Home Schooling (SDAJ Wuppertal)

  • Kontakt zur DKP Wuppertal

  • Corona Krise Contra Frauenrechte

  • Corona bekämpfen ja - Notstand - nein

  • Raus auf die Straße zum 1. Mai

  • Kulturtipp, Termine u Impressum

    nur Online-Ausgabe:

  • Die revolutionären Gedanken des Friedrich Engels Teil 2

  • 8. Mai - Tag der Befreiung vom Faschismus






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    Petition von Patrick Köberle, Parteivorsitzender der DKP

    Alle Sanktionen aufheben, die den Kampf gegen die Pandemie behindern

    Patrick Köberle:

    Zur Petition von Patrick Köberle
    Wir fordern den Bundestag und die Bundesregierung auf, mit sofortiger Wirkung:
    Alle Sanktionen aufzuheben, die den weltweiten Austausch von Medizingeräten, Gesundheitsprodukten, Medikamenten, Erfahrungen und Vorgehensweisen behindern oder unmöglich machen.




    Petition von Esther Bejarano, Überlebende de Holocaust

    8. Mai zum Feiertag machen!
    Was 75 Jahre nach Befreiung vom Faschismus getan werden muss!

    Esther Bejarano:

    Ich überlebte als Mitglied des „Mädchenorchesters“ das deutsche Vernichtungslager Auschwitz und konnte vor 75 Jahren auf dem Todesmarsch der Häftlinge des KZ-Ravensbrück der SS entkommen. Ich bin Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in der BRD e.V und Ehrenpräsidentin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten.

    Zur Petition von
    Esther Bejarano
    und der VVN BdA
    Ich fordere: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes. Dies schrieb ich in einem offenen Brief am 26. Januar 2020 „an die Regierenden und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen“.

    Esther Bejarano und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)
    Foto: Ulf Stephan | R-mediabase




    April 2020

    Presseinformation

    Eine Erinnerung an den 120. Geburtstag des Arbeiterschriftstellers und Widerstandskämpfers gegen das NS-Regime Werner Eggerath (1900-1977)

    Am 16. März 1900, in diesen Tagen vor 120 Jahren, wurde in Elberfeld (heute ein Stadtteil von Wuppertal) der Arbeiterschriftsteller und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime, Werner Eggerath, geboren.

    Nach Jahren sozialer Unsicherheit und seiner aktiven Zeit als Bergmann in der Roten Ruhrarmee floh Eggerath, um seiner Verhaftung zu entgehen, nach Holland und arbeitet ab August 1921 im südlimburgischen Bergbau. Als er sich im Frühjahr 1923 vor weiterer Strafverfolgung in Deutschland sicher wähnte, übersiedelte er wieder auf die andere Seite der Grenze in die kleine Gemeinde Gangelt. Dort heiratete er und die jungen Eheleute bekamen einen Sohn.

    Alle Welt redet in diesen Tagen von der kleinen Gemeinde Gangelt, dem „Epizentrum der Corona-Epidemie“. Wer aber weiß, dass Werner Eggerath, dieser kleinen Stadt mit seiner hinreißenden Erzählung „Der Aufstand in Minderstedt“ zu literarischem Ruhm verhalf, ihr ein literarisches Denkmal setzte? (Werner Eggerath: Der Kosakengeneral und andere bunte Geschichten. Darin der Beitrag „Der Aufstand zu Minderstedt“. Dietz Verlag Berlin 1961)

    Am 19. Juni 1926 geschah in den Lokalseiten der „Heinsberger Volkszeitung“ unter der Überschrift „Kommunistische Propaganda in Gangelt“ etwas schier Unglaubliches. Ausgerechnet die örtliche Schützengesellschaft, bisher eine treue Hüterin des Althergebrachten, hatte sich dem von den Linksparteien KPD und SPD ins Leben gerufenen „Volksbegehren zur Entschädigungslosen Enteignung der deutschen Fürsten“ angeschlossen.

    Es folgte ein Skandal, der monatelang die Gemüter beschäftigte. Hinter dem „Arbeiterkorrespondenten 10“, der den „Skandal“ genüsslich ausbreitete, initiierte und kommentierte verbarg sich kein anderer als Werner Eggerath. Er trat 1924 der KPD bei, verließ Gangelt 1931, wurde KPD-Vorsitzender in Wuppertal und beteiligte sich 1933 am Widerstand gegen die NS-Diktatur. 1935 wurde er verhaftet und zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Seine Erlebnisse in Wuppertal und in den Nazi-Zuchthäusern von Münster und Bochum hat er in den ergreifenden Büchern „Die Stadt im Tal“ (Berlin 1952) und in „Nur ein Mensch“ (Weimar 1947/48) niedergeschrieben.

    1945, nach seiner Befreiung, ging Eggerath nach Thüringen. Es ist etwas stiller geworden um den „Tabubruch“ in Thüringen. Vergessen ist er aber nicht. Wer weiß, dass Werner Eggerath, Gewerkschafter, Abgeordneter, Innenminister und von Oktober 1947 bis Juni 1952 Ministerpräsident dieses Landes war und in dieser Funktion 1949 Gastgeber für Thomas Mann bei seinem Besuch in Weimar wurde?

    Er war Mitbegründer der DDR, Botschafter dieses Landes in Rumänien und später Staatssekretär für Kirchenfragen, bevor er als freischaffender Schriftsteller arbeiten konnte. Am 16. Juni 1977 ist er –vielfach hochgeehrt - in Berlin gestorben. Untergroßer Anteilnahme wurde er auf dem Friedhof „Gedenkstätte der Sozialisten“ in Berlin-Lichtenberg unweit der Gräber von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg beerdigt.

    Umfassende Informationen und literarische Kostproben können entnommen werden:

    Dirk Krüger: Gegen das Vergessen.
    Nord Park Verlag Wuppertal 2018
    ISBN: 978-3-943940-43-5

    Zu beziehen ist das Buch zum Preis von 18,-- Euro plus Porto entweder in jeder Buchhandlung, direkt beim Nord ParkVerlag oder beim Auror direkt:

    Dirk Krüger, Zietenstraße 25, 42281 Wuppertal,
    Tel.: 0202/507126,
    e-mail: krueger.wtal@t-online.de



    März 2020

    Werner Rügemer: China - der kommunistisch geführte Kapitalismus
    Vortrag im Marx Engels Zentrum Wuppertal
    Video 53 Minuten

    ansehen auf YouTube

    QR Code für das Video auf dem Smarthphone


    Download 320px 237 MB


    WupperReport - die Zeitung der DKP Wuppertal, Ausgabe 1 / 2020



    Inhalt dieser Ausgabe:

  • Die revolutionären Gedanken des Friedrich Engels

  • Berlin! Berlin! Bericht über das LLL Treffen 2020

  • China- Der westliche Kapitalismus und die Unterschiede

  • Friedrich Engels - Kurzportrait

  • Kontakt, Termine u Impressum

    Die Zeitung gibt es als Print-Medium für die Haushalte und Infostände und Online.
    Januar 2020

    Berlin Berlin! Das LLL- Treffen 2020

    Wie in all den Jahren war die Berliner Rosa-Luxemburg-Konferenz der Tageszeitung 'Junge Welt' hochkarätig besetzt.

    Die ca. 3000 Gäste der perfekt organisierten Veranstaltung erlebten u.a. eine bewegende Manifestation zur Solidarität mit den fortschrittlichen Kräften Lateinamerikas. Bei einer Diskussionsrunde zu den großen Protestbewegungen in unserem Land kamen Vertreter/innen von 'Fridays for future', 'Deutsche Wohnen enteignen' , der Protestbewegung 'Stuttgart 21' und 3 weitere Vertreter/innen zu Wort. Das gab Kraft für die zukünftige Arbeit.

    Im Kulturprogramm bewegte die kraftvolle Rezitation des Schauspielers Rolf Becker aus dem Requiem : „Das Floß der Medusa“.

    Für die GenossInnen der DKP war der Abend um 20 Uhr noch nicht vorbei: Im gleichen Gebäude erlebten ca. 500 Mitglieder und Freunde das LLL-Treffen der DKP. Auch hier waren internationale Gäste anwesend, die eine kurzen Ansprache von Patrik Köbele, dem Vorsitzenden der Partei miterlebten. Zum Abschluss gab es einige Lieder von Hartmut König, bekannt als ehemaliger Leiter des 'Oktoberclubs'.

    Nach einer kurzen Nacht ging es am nächsten Morgen um 10 Uhr weiter. Mehr als 10.000 Menschen trafen sich zur Liebknecht- Luxemburg-Demo am Frankfurter Tor, von wo es zur Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde ging. Es ist die größte Demo der Linken in Deutschland, bei der jährlich der beiden ermordeten Arbeiterführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gedacht wird.

    Die Rosa Luxemburg Konferenz der 'Jungen Welt' ist auf deren Internetseite als Livestream zu verfolgen.

    Diwer

    Dezember 2019

    Ein arbeitsreiches Jahr..

    Eine gelungene Jahresabschlussveranstaltung der Wuppertaler DKP fand diesmal im Marx-Engels-Zentrum an der Gathe statt. Es gab zunächst eine Information des Kreisvorstandes über zahlreiche Aktivitäten, die die DKP in Wuppertal noch bekannter gemacht haben.

    Bei einem anschließenden anspruchsvollen und unterhaltsamen Quiz scheiterten doch einige an den kniffligen Fragen.
    Zwei Gruppen spielten gegeneinander und bekamen Fragen über Wuppertal, Politik, Historie und Wirtschaft, aber auch die eine oder andere Scherzfrage.
    Dazu gab es noch allerlei diverse Leckereien.

    Kurzum: Ein sehr gelungener Abend.

    Diwer

    August 2019

    Kraftvolles Gedenken an Friedrich Engels

    Anlässlich des 124. Todestags des Barmer Sohns und Revolutionärs Friedrich Engels versammelten sich am 11. August 250 Menschen in Elberfeld. Voran mit dem Spruch "Die Welt bebt - Friedrich Engels lebt" zogen die Demonstrierenden unter lautstarken Parolen geschlossen durch die Straßen der Innenstadt.

    Aufgerufen zum Gedenken an den Wegbegleiter Karl Marx' und Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus hatte ein Bündnis aus linken und marxistischen Organisationen.


    In ihrem Redebeitrag erinnerte die DKP an die enge Verbindung Engels mit seiner Heimatstadt. 1820 im damals noch eigenständigen Barmen als Sohn eines Textilfabrikanten geboren, geriet Engels schon früh in Konflikt mit den christlich-pietistischen Vorstellungen des elterlichen Umfelds.

    Mit nur 19 Jahren rechnete er in seinen "Briefen aus dem Wuppertal" entschieden mit der Scheinheiligkeit des Wuppertaler Bürgertums und Klerus ab. Engels beschrieb eindringlich das soziale Elend der arbeitenden Bevölkerung und skandalisierte die weit verbreitete Kinderarbeit zugunsten des schnellen Profits der Unternehmer im schon früh industrialisierten Wuppertal.

    Folgerichtig kehrte er 1848 infolge der revolutionären Aufstände in seine Heimat zurück und stand Seit an Seit mit den aufbegehrenden Arbeiter*innen und fortschrittlichen Bürger*innen auf den Barrikaden.

    Im Jahr 2020 jährt sich Friedrich Engels Geburtstag zum 200. Mal. Unter dem Motto "Denker. Macher. Wuppertaler." plant die Stadtspitze in Kooperation mit der Landesregierung mehrere Veranstaltungen. Die bisherigen Planungen zeichnen ein Bild von Engels, dass ihn und sein Werk jeglichen revolutionären Charakters entledigt.

    Dass Engels gemeinsam mit Marx die wissenschaftliche Weltanschauung zur Analyse der Natur und Gesellschaft und letztlich ihrer grundlegenden revolutionären Umgestaltung schaffte, wird verschwiegen. Die DKP wird diesen offiziellen Festakt kritisch begleiten und mit eigenen Aktionen den weltweit bekannten Theoretiker und Führer der Arbeiterbewegung ehren.

    April 2019

    WupperReport - die Zeitung der DKP Wuppertal, Ausgabe 2 / 2019



    Inhalt dieser Ausgabe:

  • DKP zur Europawahl 2019 (S.1/2)

  • Internationaler Frauentag (S.2)

  • 1. Mai - Internationaler Kampftag der Arbeiter (S.3)

  • Fridays for Future (S.3/4)

  • Kontakt, Termine u Impressum (S. 4)

    Die Zeitung gibt es als Print-Medium für die Haushalte und Infostände und Online.
    April 2019

    Ostermarsch 2019 -
    für den Frieden und gegen den Faschismus


    Nach vielen Jahren, in denen die Wuppertaler Friedensbewegung geschlossen zum Ostermarsch in Düsseldorf mobilisierte, fand dieses Mal wieder eine starke Friedensmanifestation zu Ostern in Wuppertal statt. Denn ausgerechnet für den 20. April meldete die neofaschistische Partei Die Rechte eine Demonstration durchs Tal an. Eine antifaschistische Antwort war notwendig!

    So zogen am Karsamstag mehrere hundert Menschen unter dem Slogan „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg“ vom Engelsgarten zum Wupperfelder Markt. Die Forderungen nach der Ablehnung des 2%-Ziels der NATO, dem Verbot aller Atomwaffen und für Entspannung und Abrüstung deckten sich mit dem Aufruf des Ostermarschs Rhein-Ruhr. Nach der Abschlusskundgebung beteiligten sich an vielen Ecken entlang der Naziroute zahlreiche Demonstrierende an dem lautstarken Protest gegen die Neofaschisten.

    Dass erneut, geschützt von einem riesigen Polizeiaufgebot inklusive Reiterstaffeln und Videoüberwachung, die Nazis für mehrere Stunden die Stadt lahmlegen und ihre menschenverachtenden Inhalte propagieren durften, ist ein Skandal. Die DKP Wuppertal fordert das Verbot aller neofaschistischen Organisationen und ihr Werben in der Öffentlichkeit. Außerdem wenden sich die Kommunistinnen und Kommunisten entschieden gegen die Kriminalisierung antifaschistischen Protests und fordern das Ende der Hofierung von Neonazis in Wuppertal.
    S.W.

    WupperReport - die Zeitung der DKP Wuppertal, Ausgabe 2 / 2019



    Inhalt dieser Ausgabe:

  • DKP zur Europawahl 2019 (S.1/2)

  • Internationaler Frauentag (S.2)

  • 1. Mai - Internationaler Kampftag der Arbeiter (S.3)

  • Fridays for Future (S.3/4)

  • Kontakt, Termine u Impressum (S. 4)

    Die Zeitung gibt es als Print-Medium für die Haushalte und Infostände und Online.
    März 2019

    Zum Tode von Marianne Hecht-Wieber - Eine Erinnerung

    Marianne Hecht-Wieber wurde am 7. März 1922 als Tochter des Widerstandskämpfers gegen die NS-Diktatur, Emil Löhde (1893-1943) und seiner Ehefrau, Emma (1897-1959), in Wuppertal geboren. Die Familie wohnte zunächst in der Oberstraße. Später mussten sie in die Ewaldstraße umziehen.

    Marianne wuchs in einem kommunistisch geprägten Elternhaus auf und besuchte die 1928 gegründete und 1933 aufgelöste konfessionslose „Freie Schule“. Nach dem Umzug besuchte sie die Schule Opphofer Straße.

    Der Vater hat sie als 10/11-jähriges Kind immer mitgenommen, wenn er sonntags zum Singen in den Arbeitergesangverein ging, oder ausgiebige Wanderungen mit politischen Freunden unternommen wurden. So kam sie schon früh mit den Sorgen, aber auch mit der Politik, der Solidarität und den Kämpfen der Arbeiterbewegung gegen den aufkommenden Faschismus in Berührung.

    Im Februar 1933, nach der Machtübertragung an die Faschisten erlebte sie als Kind die erste Hausdurchsuchung von SS und Polizei, die sie zwangen, mit in den dunklen Keller zu gehen, um vermutete Verstecke von Waffen und Propagandamaterial zu verraten. Das hat sie später immer wieder als ihr schrecklichstes Erlebnis geschildert.

    Marianne erlebte dann die brutalen Folterungen des Vaters im „wilden“ KZ Kemna, seine Verhaftungen und Verurteilungen zu Zuchthausstrafen in Münster und Verl. Aber er wurde nach seinen Entlassungen immer wieder politisch aktiv. Auch ihre Mutter wurde verhaftet und vier Tage im Gestapo-Keller eingesperrt. Marianne half bei illegalen Widerstandsaktionen durch das Verteilen von Flugblättern, die sie in Hausfluren ablegte, durch das Kleben von Plakaten und das Anbringen von Losungen gegen Hitler und den Krieg an Mauern und Hauswänden. Sie erlebte schließlich die Bombardierungen von Wuppertal, heiratete noch vor dem Tod des Vaters 1943, der an den Folgen von unbehandelten Krankheiten aus dem Ersten Weltkrieg starb und erlebte im Mai 1945 die Befreiung vom Faschismus. Ihren Mann, Hans Ulrich Hecht-Wieber, konnte sie nicht mehr in die Arme schließen – er fiel im März 1942 während des Überfalls auf die Sowjetunion. Ihr Sohn Henner war da gerade 3 Monate alt geworden.

    1946 ist sie 24 Jahre alt und arbeitete als Sekretärin für das Parteibüro der KPD und für die kommunistischen Landtagsabgeordneten. Danach wurde sie bei der Gewerkschaft der Eisenbahner tätig, aber wegen ihrer Zugehörigkeit zur KPD bald wieder entlassen. Sie fand danach Arbeit bei der Firma Rhenus als Sachbearbeiterin und wurde von den Kolleginnen und Kollegen zur Betriebsratsvorsitzenden gewählt.

    Von Anfang an engagierte Marianne Hecht-Wieber sich politisch, gehörte sie zu denen, die ihre ganze Kraft und Erfahrungen für ein demokratisches, antifaschistisches Deutschland einsetzen. Sie engagierte sich als langjährige Vorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN), wurde aktive Kommunistin in der KPD und später in der DKP und trat auf zahlreichen Veranstaltungen demokratischer Organisationen und vor Schulklassen auf. Sie klärte auf und warnte vor allem in den 60er Jahren mit dem Erstarken der NPD vor der neofaschistischen Gefahr.

    Stolz war und blieb sie immer auf ihren Sohn, ihre Schwiegertochter und den Enkel Carsten, der immer zu seiner Oma gekommen sei und ihr „Löcher in den Bauch gefragt“ habe. Ruhig und überlegt, wie das ihre Art war, hat sie seine Fragen beantwortet.

    Marianne folgte neben ihrer Liebe zu Heinrich Heine (Sie konnte Heines „Deutschland. Ein Wintermärchen“ fast vollständig auswendig rezitieren) bis in ihr hohes Alter konsequent Johann Wolfgang von Goethes Mahnung, die sie zu ihrem Lebensleitspruch erkoren hatte: „Das ist der Weisheit letzter Schluss, nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss.“

    Im Jahr 2001 ehrte sie ihre Geburtsstadt Wuppertal mit dem „Wuppertaler“ für besonderes ehrenamtliches Engagement.

    Die Herausgeber des Buches „nachts, wenn die Gestapo schellte…“, Sebastian Schröder und Dirk Krüger, haben es „Unserer unermüdlichen antifaschistischen Mitkämpferin Marianne Hecht-Wieber“ gewidmet.

    Ihr Tod am 28. Februar 2019, wenige Tage vor ihrem 97. Geburtstag bleibt für uns Verpflichtung, in ihrem Sinn weiter zu kämpfen.

    Dirk Krüger

    WupperReport - die Zeitung der DKP Wuppertal, Ausgabe 1 / 2019



    Inhalt dieser Ausgabe:

  • Internationaler Frauentag 2019

  • Verkehrt: ÖPNV in Wuppertal

  • International: Frauenwahlrecht

  • Bayer & Co: Der Mensch muß vor Profit gehen

  • Nein zum Putsch: Hände weg von Venezuela

    Die Zeitung gibt es als Print-Medium für die Haushalte und Infostände und Online.
    Februar 2019

    Buchvorstellung



    Dirk Krüger

    Gegen das Vergessen

    Fünf Wuppertaler Arbeiterschriftsteller und Widerstandskämpfer gegen die Nazidiktatur stellen sich vor

    Hinweise zum Buch:

    Das Buch hat die Unterstützung zahlreicher Organisationen gefunden und ist - seinem Anliegen entsprechend - den in Wuppertal geborenen Gesellschaftswissenschaftlern Prof.Dr.Wolfgang Abendroth und Prof.Dr. Jürgen Kuczynski gewidmet.

    Teil 1 des Buches enthält biografische Skizzen und Kommentare zu den literarischen Werken.

    Im Teil 2 - "Ein Lesebuch auch für unsere Zeit" - sind sind umfangreiche Originalauszüge aus den literarischen Werken dokumentiert.


    Nordpark Verlag Wuppertal
    ISBN 978-3-943940-43-5

  • Nächster Termin








    Friedrich-Engels-Statue
    Engelspark, Wuppertal Barmen